Kardiologie

Ein Schwerpunkt unserer Praxistätigkeit ist die Kardiologie. Offizielle Zuchtuerzuntersuchungen werden von Frau Ulrike Klein durchgeführt.

Das Gebiet der Kardiologie umfasst Diagnose und Therapie von Herz- Kreislauf- Erkrankungen. Ein großer Anteil der zu uns überwiesenen Patienten wird zur Abklärung von Herzgeräuschen überwiesen. Eine besondere Bedeutung hat dabei die frühzeitige Erkennung angeborener Herzfehler. Erst eine korrekte Diagnose des Herzproblems ermöglicht eine adäquate Therapie. Bei einem persistierenden Ductus botalli z.B. kann eine rechtzeitige chirurgische Versorgung eine lebensrettende Maßnahme sein.

Für die Diagnose der Herzerkrankungen stehen uns ein leistungsstarkes Ultraschallgerät, Röntgen, EKG (auch 24 Stunden EKG= Holter) und ein Doppler zur Blutdruckmessung zur Verfügung.

Frau Klein ist Mitglied des Collegium Cardiologicum e.V. (CC) (link einfügen) und hat die Zulassung um offizielle Herzuntersuchungen (kardiologische Zuchtuntersuchung) durchzuführen. Diese werden mittlerweile von vielen Zuchtverbänden gefordert. In dieser Untersuchung wird die Herzgesundheit von Zuchthunden und Zuchtkatzen überprüft, da bestimmte Rassen häufiger an angeborenen Herzfehlern (z.T. auch erblich) leiden können. Daher sollte die Herzgesundheit des einzelnen Tieres vor Einsatz in der Zucht überprüft werden.

Ablauf einer Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie):

Hunde und Katzen werden für die Ultraschalluntersuchung des Herzens normalerweise  nicht sediert (betäubt). Deshalb müssen sie nicht nüchtern kommen. Die Ultraschalluntersuchung erfolgt in der Regel in Seitenlage des Tieres, da das Herz so am besten dargestellt werden kann. Sie ist nicht schmerzhaft, erfordert aber ein bisschen Geduld und dauert ca. 15min. Die Vertrauensperson des Patienten bleibt dabei am Kopf des Tieres um beruhigend einwirken zu können. Es erleichtert die Untersuchung wenn Sie noch eine 2. Hilfsperson mitbringen können, die bei der Herzuntersuchung unterstützend mitwirken kann.

Ablauf einer EKG-Untersuchung:

Ein EKG wird angewendet, wenn der Verdacht auf eine Herzrhythmusstörung besteht. Für die Durchführung liegt das Tier auf der rechten Seite und die Elektroden werden an den Gliedmaßen platziert. Die Untersuchung dauert einige Minuten in denen das Tier ruhig liegen muss. Auch hierzu ist in der Regel keine Sedierung nötig, so dass der Patient auch hierfür im Normalfall nicht nüchtern sein muss.

Ablauf einer Untersuchung mittels 24 Stunden EKG (Holter):

Ein 24 Stunden EKG wird durchgeführt, wenn in einem Kurzzeit-EKG Unregelmäßigkeiten auftreten und eine Herzrhythmusstörung vermutet wird, die im kurzzeitigen EKG nicht abgeklärt werden kann. Wenn Tiere kollabieren, kann eine plötzlich auftretende Rhythmusstörung die Ursache sein. Diese Extraschläge müssen aber nicht immer vorhanden sein, so dass es in der Tierarztpraxis oft nicht möglich ist sie zu diagnostizieren. In diesen Fällen nutzen wir die Technik des 24 Stunden EKGs. 
In der Praxis werden Klebeelektroden am Tier befestigt und das Gerät in einer Tasche mit einem Verband befestigt. Der Patient trägt diesen kleinen „Rucksack“ mit dem Gerät über einen Zeitraum von 24 Stunden. Nach dieser Zeit nehmen wir das Gerät wieder ab. Im Untersuchungszeitraum sollte das Tier einen möglichst normalen Tagesablauf mit Bewegung und sportlichen Aktivitäten erleben. Allerdings darf der Hund nicht schwimmen oder in dichtes Unterholz gehen, damit das Gerät nicht beschädigt wird! 
Sie führen ein Protokoll der Aktivitäten (Essen, Laufen, Schlafen…), damit eventuell auftretende Rhythmusstörungen genau zugeordnet werden können.

Ablauf einer Blutdruckmessung:

Vor allem ältere Tiere können an Bluthochdruck leiden. Dies ist meist eine Folge anderer innerer Erkrankungen und es sind insbesondere Katzen betroffen. Ursachen können z.B. chronische Nierenerkrankungen, Herzerkrankungen, hormonelle Störungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion, aber auch Übergewicht sein!

Wir verwenden zur Messung einen Doppler, der immer noch die genauesten Messwerte beim Tier liefert.  Gerade für diese Untersuchung ist es wichtig, dass Sie mit uns einen Termin vereinbaren und das Tier möglichst nicht warten muss. Eine lange Wartezeit könnte einen stressbedingten Blutdruckanstieg bewirken.